Fischerzeitung

wurden. In zwei Durchgängen sollen Kotproben (Lo- sung) und Analdrüsensekret für genetische DNA-Ana- lysen gesucht und entnommen werden, um die tatsächliche Individuenzahl und auch Mehrfachnach- weise desselben Tiers bestimmen zu können. Zusätz- lich zur Dokumentation der Funde sollen Bilder gemacht, und gesam- melt an das Landesamt für Umwelt übermittelt werden. Um die Popula- tion zu überprüfen, stützte sich das Team auf ein zweistufiges Nachweissystem: • 1. Kartierungsdurch- gang im Januar 2026: Der erste Unter- suchungsdurchgang fand im Januar statt. Die Wintermonate boten zum Teil ideale Bedin- gungen für die Spurensuche: die saisonalen Bedingungen machten Losung, Trittsiegel und weitere Spuren gut sichtbar. Die beteiligten Mitglieder kartierten potenzielle Nachweise flächendeckend. • 2. Kartierungsdurchgang März und April 2026 Im März und April folgte der zweite Durchgang zur Überprü- fung und Bestätigung. Wenn Spuren im 2. Durchgang an denselben Stellen erneut nach- gewiesen wurden, handelt es sich um ein Indiz auf dauerhaft besetzte Reviere. Warum war das Monitoring wichtig? Die Frage, ob eine Überpopu- lation vorliegt lässt sich nicht durch Bauchgefühl beantworten. Das zweistufige Monitoring liefert die nötige Datensicherheit. 1. Dichte und Reviergrenzen objektiv bestimmen. Fischotter sind in aller Regel territoriale Einzelgän- ger. Wenn an einem Gewässer die Reviergrößen sin- ken oder vermehrt Jungtiere nachgewiesen werden, Dem Fischotter auf der Spur 31

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