Fischerzeitung

Dem Fischotter auf der Spur sind dies Anzeichen für einen hohen Populations- druck. Die Doppelkartierung im Januar und März/April liefert die Datenbasis, um zu bewerten, wie nah der Bestand an der ökologischen Kapazi- tätsgrenze liegt, oder diese bereits überschritten ist. 2. Versachlichung des Konflikts mit der Fischerei & Teichwirtschaft In Angelgewässern und Fischzuchten führt eine hohe Otterdichte oft zu erheblichen wirtschaftli- chen und ökologischen Schäden. Die Erhebung schafft eine objektive Entscheidungsgrundlage an höherer Stelle, ob punktuelle Eingriffe oder Vergrä- mungsmaßnahmen fachlich gerechtfertigt sind. Sie bildet die Basis von dringend erforderlichen Gesprä- chen zwischen Fischerei, Naturschutz, Fachbehör- den und Politik. Ausblick: Auswertung durch das Landesamt für Umwelt läuft Ob sich der Verdacht einer Überpopulation bestätigt, wird sich zeigen. Abschließende Ergebnisse liegen der- zeit noch nicht vor. Aktuell wertet das Landesamt für Umwelt in Verbindung mit einem Labor die erhobenen Kartierungsdaten und die von den Vereinsmitgliedern gesammelten DNA-Proben aus. Der erwartete Ab- schlussbericht wird detailliert Aufschlüsse über die tatsächliche Anzahl und Dichte und der Bestände geben. Fazit: In beiden Durchgängen wurde die beachtliche Zahl von 112 Nachweisen dokumentiert und übermittelt. Die ab- schließende Auswertung wird das notwendige Fun- dament für das künftige Fischotter-Management bilden. Wie am Ende an höherer Stelle mit den Ergeb- nissen umgegangen wird, bleibt abzuwarten. Ein herzliches Dankeschön für die rege Teilnahme und dem damit verbundenen Zeitaufwand gilt den Beteilig- ten Klaus Pfundtner, Thomas Bledl, Josef Pfeffer, Da- niel Hajdarschin, Christian Trautmann, Thomas Engler, Hans Gschwind, Bernhard Künzel, Bernd Groß und René Güttler. Unermüdlich war auch unser 1. Vorsitzender Stefan Plendl bei der Spurensuche mit im Einsatz. Scharrspuren und Pfotenabdrücke von Fischottern 32

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