Fischerzeitung
Der Europäische Fischotter gehört zu den anpas- sungsfähigsten Bewohnern unserer heimischen Fluss- und Auenlandschaften. Nachdem er Mitte des 20. Jahrhunderts durch Bejagung, Umweltgifte und Ge- wässerverbauung in vielen Regionen Mitteleuropas fast vollständig ausgerottet wurde, hat sich das Blatt gewendet: Begünstigt durch strengen Schutz kehrt er vermehrt zurück. In vielen Regionen verdichten sich die Hinweise auf eine mögliche Überpopulation. Um herauszufinden, ob die ökologische Tragfähigkeit der Lebensräume tatsächlich überschritten ist, wurde unter der fachlichen Leitung von Rechtsbeirat René Güttler vom Bezirksfischereiverein (BFV) Straubing und dem 1. Vorsitzenden Stefan Plendl, ein umfassen- des, zweistufiges Fischotter-Monitoring durchgeführt. Möglich war dies nur dank der wichtigen tatkräftigen Unterstützung von Vereinsmitgliedern. Initiator dieses Monitorings war das Landesamt für Umwelt (LfU). Behörde & Ehrenamt: Die beiden Säulen des Projekts Das wissenschaftlich belastbare Monitoring in der Flä- che wurde durch das Zusammenspiel aus fachlicher Steuerung und Engagement vor Ort realisiert. Fachliche Leitung Unter der Führung des Rechtsbeirates wurde das Pro- jekt strategisch aufgesetzt und koordiniert. Die fachli- che Leitung stellte sicher, dass die Kartierung allen Vorgaben entsprach und die Schnittstelle zum Landes- amt für Umwelt reibungslos funktionierte. Tatkräftige Unterstützung durch Vereinsmitglieder Was auf dem Papier geplant wurde, musste an den Gewässern in die Tat umgesetzt werden. Hier be- währte sich der tatkräftige Einsatz von ehrenamtli- chen Vereinsmitgliedern des Bezirksfischerei- vereins Straubing, denen ein herzliches Dankeschön für die geleistete Arbeit auszusprechen ist. Bei Wind und Wetter durchkämmten die engagierten Mitglieder teils unwegsames Gelände, untersuchten Hotspots wie z. B. Brücken, und dokumentierten jeden noch so kleinen Hinweis. Ohne ihren Zeiteinsatz wäre eine flä- chendeckende Erfassung in dieser Detailtiefe unmög- lich gewesen. Ablauf & Methodik: Das zweistufige Erfassungsverfahren Auftakt des Projekts war eine Info-Veranstaltung im Januar 2026 im Vereinsheim des BFV Straubing, in der die Teilnehmer in die Spurensuche eingewiesen Dem Fischotter auf der Spur 30
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