Fischerzeitung

Proben an das Landesamt für Umwelt liegen in den Händen des Rechtsbeirats Rene Güttler. Der erste Abschnitt des Monitorings läuft bis zum kommenden Wochenende, Teil zwei ist imMärz geplant. “Nach jedemZeitraumwerden die eingesandten Proben gleich mittels DNA-Analyse und den dazugehörigen Geokoordinaten ausgewertet. Somit sollte ein Ergebnis über das Vorkommen, insbesondere an unseren Gewässern, relativ zeitnah möglich sein. Nicht nur für uns wird die aktuelle Ausbreitung und die Vielzahl an Fischottern eine große Überraschung sein, vermutet der 47- Jährige. Der Fischotter gilt laut LfU-Angaben als gefährdete Art, darf seit 1968 nicht mehr bejagt werden. Dennoch: Sollte der Nachweis einer Überpopulation erbracht werden müsste ,,eine gezielte Entnahme von Jägern durchgeführt werden", fordert der Straubinger BFV-Vorsitzcndc. Entsprechend2 Anträge würden bereits bei der Unteren und Oberen Natur- schutzbehörde vorliegen. “Allerdings ist die Durchführung schwierig, da Umweltverbände dagegen klagen", sagt Stefan Plendl. “Letztendlich wird ein Gericht über die Entnahme, auch den Abschuss, entscheiden müssen." arbeitsaufwendige und kostenintensive Artenhilfsprogramm sowie die Renaturierung einiger dieser Gewässer sei größ- tenteils zunichtegemacht worden, klagt der BFV-Chef. EinMonitoring imAuftrag des Landesamt für Umwelt (LfU) soll nun verlässlich Aufschluss geben über die Verbreitung des Fischotters. Maßgeblich für die Bestimmung der Popu- lation sind die Exkremente (Losungen) der Tiere. Mit einer DNA-Analyse soll die Anzahl der Fischotter bestimmt wer- den. Vereinsmitglieder sind in diesen Tagen im Zuständig- keitsbereich des BFV im Einsatz, der neben der Region Straubing auch die Landkreise Regen, Passau sowie einen Teil des Landkreises Regensburg umfasst. Mehr als 20 Ge- wässer werden überprüft, davon neun im Stadtgebiet, unter anderem Abschnitte der Donau oder der LaGa-Weiher. Die Proben werden fotografiert, Fundort, Gewässertyp sowie Alter und Beschaffenheit dokumentiert. „Durch das Monitoring soll das Vorkommen und die Vertei- lung des Fischotters systematisch erfasst werden", so Plendl. Die fachliche Koordination sowie die Weiterleitung der Dem Fischotter auf der Spur Stefan Plendl (links), Gewässerwart Bernd Groß und weitere Vereinsmitglieder sind an Gewässern unterwegs, um Fischotter Losungen zu sichern 29 Quelle: Straubinger Tagblatt

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