Fischerzeitung

Dem Fischotter auf der Spur ,,Enormer Schaden für die Fischerei'' Fischotter frisst die Gewässer leer - jetzt macht der Bezirksfischereiverein mobil Stefan Plendl. Vorsitzender des Bezirksfischereivereins (BFV) schlägt Alarm: ,,Der Fischotter ist insbesondere in Niederbayernmittlerweile sehr stark vertreten, weshalb der Fischerei ein enormer Schaden entsteht." Das Raubtier frisst die Gewässer im Raum Straubing leer, Fischbestände sind dezimiert, manche Arten nahezu verschwunden. Jetzt macht der BFV mobil. Ein groß angelegtes Monitoring soll Aufschluss geben über die Verbreitung des Fisch-Räubers. Bei einer Überpopulation müsse gehandelt werden, fordert Plendl, auch Abschüsse dürften kein Tabu sein. Die Fisch- population ist durch den geschickten Jäger deutlich zurück- gegangen. ,.Für uns als Verein ist der finanzielle Schaden eher zweitrangig. Wir sehen das Problem vielmehr beim schwindenden Artenbestand. lnsbesondere bedrohte Fisch- arten werden bald nicht mehr anzutreffen sein", sagt der 47- Jährige. Trotz Maßnahmen wie dem Artenhilfsprogramm, bei dem gefährdete Fischarten wie Äsche, Bachforelle. Hu- chen, Rutte oder Nase in die regionalen Gewässer ausgesetzt werden, würde die Anzahl abnehmen. Neben anderen Prä- datoren, wie Kormoran oder Gänsesäger setzt der Fischotter den Fischbeständen besonders zu. “Bei einem täglichen Nahrungsbedarf von mindestens 0,4 bis 1,5 Kilogramm Fisch wird der Bestand sehr schnell dezimiert", erklärt Plendl. Über 20 Gewässer werden beim Monitoring überprüft In manchen Gegenden ist die Situation bereits dramatisch: ,,Insbesondere in unseren Salmonidengewässern stellen wir anhand der exakt ausgewerteten Fangergebnissen unserer Mitglieder sowie durch gezielte Bestandsaufnahmen enorme Schäden fest. ''In größeren Teilabschnitten, ins- besondere in Renaturierungsstrecken seien kaum adulte Fischarten oder Jungtiere mehr vorhanden: “Äsche, Huchen und Bachforelle sind teils vollkommen verschwunden''. Das Der Fischotter ist ein geschickter Jäger und soll für die arg dezimierten Fischbestände in Gewässern des Bezirksfischereivereins Straubing verantwortlich sein. Quelle: Straubinger Tagblatt 28

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