Fischerzeitung
Alarm an der Donau Fische dicht gedrängt in den Restwasserflächen und zeigten bereits deutliche Anzeichen von Sauerstoffnot. Nach erneuter Abstimmung mit dem Umweltamt, dem Liegenschaftsamt der Stadt Straubing sowie dem Wasserwirtschaftsamt mussten erneut Sofortmaß- nahmen eingeleitet werden. Das Baggerloch wurde ein weiteres Mal mit Hochleistungspumpen des WWA Deggendorf aufgefüllt. 114 Auch das Baggerloch besitzt eine herausragende Be- deutung. Im Frühjahr diente es tausenden Weißfischen und Hechten als Laichgewässer. Da der Rückweg in die Donau aufgrund des raschen Wasserverlustes nicht mehr möglich war, schätzt der Fischereiverein den derzeitigen Fischbestand dort auf rund vier Tonnen. Ein Ausfall dieses Gewässers hätte Folgen weit über Straubing hinaus und würde den gesamten Donau- abschnitt bis in den Landkreis Straubing-Bogen sowie angrenzende Bereiche der Oberpfalz treffen. Die Situation spitzte sich jedoch erneut zu. Am 27. Juli schlug die Gewässeraufsicht wieder Alarm. Erneut wurden Wassertemperaturen von über 28 Grad Celsius gemessen. Gleichzeitig fiel der Wasser- stand insbesondere im Biotop Hagel innerhalb kürzes- ter Zeit dramatisch ab. Auf wenigen verbliebenen Wasserflächen drängten sich plötzlich Fische, Amphibien und zahlreiche wei- tere Wasserlebewesen. Die Tiere kämpften sichtbar um jeden Liter Wasser. Messungen ergaben nur noch 48 Prozent Sauerstoffsättigung, während der pH-Wert auf über 8 anstieg. Für viele Arten bedeutete dies akute Lebensgefahr. Besonders erschütternd war der Anblick der zahlrei- chen Amphibien. Tausende Kaulquappen sowie Frö- sche suchten in den letzten verbliebenen Wasserlöchern Schutz. Gleichzeitig standen hunderte
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