In den vergangenen drei Wochenenden waren die Gewässerwarte des Fischereivereins Straubing gemeinsam mit dem ersten Vorsitzenden Plendl, an den drei Abschnitten der Laber von Atting bis Wallmühle im Einsatz. Anlass für diese aufwendigen Maßnahmen war eine umfassende Bestandsaufnahme im Rahmen des langjährig durchgeführten Artenhilfsprogramms (AHP).
Das AHP wird durch Mittel aus der Fischereiabgabe gefördert und hat zum Ziel, gefährdete Fischarten gezielt zu unterstützen. Seit mehreren Jahren setzt der Fischereiverein Straubing entsprechende Maßnahmen um, weshalb nun überprüft wurde, inwieweit diese nachhaltigen Besatzmaßnahmen bereits Wirkung zeigen.
Unterstützt von mehreren freiwilligen Helfern führten die Gewässerwarte eine detaillierte Erhebung durch. Dabei wurden die Fische gezählt, vermessen und nach Art, Größe sowie Fangörtlichkeit dokumentiert. Aufgrund des hohen Zeitaufwands konnte die Bestandsaufnahme nur abschnittsweise erfolgen.
Begonnen wurde im oberen Bereich bei Atting. Hier konnten beeindruckende Einzelexemplare festgestellt werden, darunter Hechte mit Längen zwischen 70 und 85 cm, Barben zwischen 70 und 80 cm, mehrere Bachforellen bis 53 cm sowie Aale von 60 bis 85 cm. Besonders erfreulich war der Nachweis zahlreicher Besatzfische aus dem Artenhilfsprogramm: Huchen aus dem aktuellen und dem Vorjahr, Barben und Nasen aus mehreren Jahrgängen sowie auch Rutten konnten in teils beachtlicher Anzahl nachgewiesen werden.
Ähnliche Ergebnisse zeigten sich im mittleren Abschnitt zwischen der B8 bei Atting und der Schmalhofer-Mühle. Auch hier bestätigte sich ein stabiler und gut durchmischter Fischbestand.
Im unteren Bereich zwischen der Schmalhofer-Mühle und der Wallmühle wurde schließlich eine besonders hohe Dichte an Nasen und Barben aller Altersklassen festgestellt. Zudem konnten zwei herausragende Fänge dokumentiert werden: ein Aal mit einer Länge von 112 cm sowie ein Hecht mit 109 cm.
Insgesamt zeigte sich über alle untersuchten Abschnitte hinweg ein durchwegs positiver Bestand, insbesondere bei den im Rahmen des AHP eingesetzten Arten. Diese konnten in nahezu allen Altersklassen nachgewiesen werden, was als klarer Erfolg der langjährigen Hegearbeit gewertet werden kann.
Weniger erfreulich war hingegen das geringe Vorkommen von Zandern sowie das Ausbleiben größerer Huchen in den untersuchten Bereichen.
Dennoch fällt das Gesamtfazit äußerst positiv aus: Die durchgeführten Maßnahmen zeigen deutliche Wirkung und der Fischbestand konnte in Teilen sogar als hervorragend eingestuft werden.
Der erste Vorsitzende Stefan Plendl bedankt sich ausdrücklich bei allen freiwilligen Helfern sowie den engagierten Gewässerwarten für ihren tatkräftigen Einsatz und die zukunftsorientierte Arbeit zum Schutz und Erhalt der heimischen Fischfauna.