Arbeitsgruppe Fischottermonitoring trifft sich im Vereinsheim

Am 6. Januar 2026 trafen sich insgesamt 9 Mitglieder der Arbeitsgruppe Fischottermonitoring des Bezirksfischereivereins Straubing am Vereinsheim am Wundermühlweg in Straubing. Ziel dieses Treffens war die Organisation und Planung der Durchführung des Fischottermonitorings im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU).

Nach der Begrüßung folgte ein theoretischer Teil in Form eines Workshops. Dabei erläuterte der erste Vorsitzende des Bezirksfischereivereins, Stefan Plendl, das Verhalten des Fischotters sowie typische Merkmale seines Vorkommens. Die fachliche Koordination der Maßnahme sowie die Weiterleitung der gesicherten Proben an das Landesamt für Umwelt liegen in den Händen des Rechtsbeirats René Güttler, der die Aktion federführend betreut.

Im anschließenden praktischen Teil wurde den Teilnehmern detailliert erklärt, wie Fischotterlosungen am Gewässer erkannt und fachgerecht gesichert werden. Ziel ist es, durch die entnommenen Proben eine DNA-Analyse zu ermöglichen, mit deren Hilfe die Anzahl der Fischotter bestimmt werden kann. Auf diese Weise erhält das Landesamt für Umwelt belastbare Daten zum Fischotterbestand im Zuständigkeitsbereich des Bezirksfischereivereins Straubing. Insgesamt lässt sich durch diese Maßnahme ein Schadensbild für den teils stark bedrohten Fischbestand ermitteln.

Dieser Zuständigkeitsbereich erstreckt sich über die Landkreise Regen, Passau und Straubing-Bogen sowie einem Teil des Landkreises Regensburg. Insgesamt umfasst das Monitoring mehr als 20 Gewässer aus der Salmoniden-, Barben- und Brachsenregion. Durch das Monitoring soll das Vorkommen und die Verbreitung des Fischotters in diesen Gewässern systematisch erfasst werden.

Im praktischen Teil begab sich die Gruppe zunächst an die Kleine Laber bei Atting. Dort wurden unter einer Brücke bereits nach kurzer Zeit mehrere sogenannte Fischotterlosungen festgestellt. Diese konnten gemäß den Vorgaben des Landesamtes für Umwelt fachgerecht gesichert werden. Anschließend wurde der Attinger See aufgesucht, wo ebenfalls mehrere Losungen und Analdrüsensekrete gefunden, dokumentiert, gesichert, verpackt und ordnungsgemäß an das Landesamt für Umwelt versandt wurden.

Besonders wichtig bei der Probensicherung sind der genaue Fundort mit Koordinaten, der Gewässertyp, der Name des Probensicherers sowie der Zustand der Proben (Alter und Beschaffenheit). Zusätzliche werden Lichtbilder der Örtlichkeit sowie der festgestellten Losungen gefertigt und zum Protokoll mit beigefügt.

Nach rund zweieinhalb Stunden konnte der Workshop erfolgreich beendet werden. Abschließend nahm Rechtsbeirat René Güttler die Einteilung der Zuständigkeitsbereiche für die erste und zweite Probenahme vor, wobei die zweite Erhebungsphase für März 2026 geplant ist. Damit ist sichergestellt, dass jedes Mitglied der Arbeitsgruppe klar definierte Gewässerabschnitte betreut.

Der erste Vorsitzende Stefan Plendl bedankte sich zum Abschluss bei allen Beteiligten für ihr Engagement und die nachhaltige Arbeit im Sinne der Fischerei und eines sachlich fundierten Fischottermanagements.