Fischerzeitung
Hochwassersimulation tage hinweg als leicht zugängliche Nahrungsquelle. Am Uferrand bot sich ein erschreckendes Bild – ange- fressene Kadaver, Fischgerippe und verendete Tiere zeugten von einem regelrechten „Fischbuffet“. Die kurzfristig bereits am Ostersonntag einberufene Rettungsaktion des Fischereivereins konnte dennoch Schlimmeres verhindern. Vier große Schuppen- bzw. Wildkarpfen wurden lebend geborgen, ebenso meh- rere Kilogramm Kleinfische – darunter auch streng ge- schützte Arten wie der Bitterling. Invasive Arten und ein gestörtes Gleichgewicht Neben den heimischen Fischarten machten die Helfer eine weitere besorgniserregende Entdeckung: Eine grö- ßere Population invasiver asiatischer Schlammpeitzger hatte sich in den isolierten Gewässern angesiedelt. Diese wurden konsequent entnommen, um das öko- logische Gleichgewicht nicht weiter zu gefährden. Die geretteten heimischen Fische wurden anschlie- ßend in den natürlichen Donauabschnitt der Öberauer Schleife zurückgesetzt – ein kleiner Erfolg in einer ins- gesamt problematischen Situation. 99
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