Fischerzeitung

Hochwassersimulation Jahr für Jahr ein größeres Problem Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 2024 mussten über 220 Kilogramm Fische geborgen werden 2025 waren es noch 145 Kilogramm 2026 verhinderten vor allem die zahlreichen Fisch- otter größere Rettungsmengen - mit entsprechend hoher Verlustrate. Für die Vorstandschaft des Bezirksfischereivereins stellt sich daher zunehmend eine grundlegende Frage: Hat diese künstliche Hochwasser-Simulation über- haupt noch einen Sinn? Natur kontra Bürokratie Kritik kommt aus mehreren Richtungen. Die betroffe- nen Flächen sind größtenteils Magerwiesen, die keiner künstlichen Überflutung bedürfen. Gleichzeitig fällt die Maßnahme genau in eine sensible Jahreszeit: Während sich das Wasser zurückzieht, beginnt bereits die Brut- zeit einiger geschützter Vögel – ein zusätzlicher Ein- griff in ein ohnehin empfindliches Ökosystem. Hinzu kommen die Folgen für die Fischwelt: Die Simu- lation lockt Tiere in Bereiche, aus denen es kein Ent- kommen gibt. Was zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts angedacht war, endet für viele Fische qualvoll bis hin zum Tod. Trotz wiederholter Gespräche mit zuständigen Behör- den wie dem Wasserschifffahrtsamt gibt es bislang keine Lösung. Auch technische Anpassungen wie eine Vertiefung oder eine Anbindung der Tümpel an das Hauptgewässer wurden als nicht umsetzbar ein- gestuft. 100 100

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