Fischerzeitung
Reibersdorfer See an der Entwicklung hatte. In einer Rücksprache mit der Gemeinde Parkstetten und dem Bauhofleiter Herrn Gilch wurde bekannt, dass die Biber offenbar immer wieder Schlammmassen vor den Schalbrettern am Ablaufbauwerk, dem sogenannten „Mönch“, ablager- ten. Dadurch konnte ein plötzliches und vollständiges Ablaufen des Wassers zunächst verhindert werden. Offenbar entwickelte sich die Situation dadurch viel- mehr zu einem schleichenden Wasserverlust. Gleich- zeitig waren die vorhandenen Schalbretter durch die Aktivitäten der Biber stark verbissen worden. Da die Gemeinde Parkstetten für das Abflussbauwerk „Mönch“ zuständig ist und die Verantwortung für des- sen ordnungsgemäßen Zustand trägt, mussten die be- schädigten Schalbretter letztlich durch den Bauhof ausgetauscht werden. Eine Reparatur beziehungs- weise ein Austausch war aufgrund der bestehenden Zuständigkeit und der notwendigen Sicherstellung der Funktion des Bauwerks unumgänglich. Erst bei dieser Maßnahme zeigte sich, dass die Schä- den durch die Biber unterhalb der Schlammmassen deutlich größer waren, als zunächst erkennbar. Da durch lief zusätzlich Wasser aus dem Reibersdorfer See ab und verschärfte die ohnehin angespannte Si- tuation. Ob im Zuge dieses zusätzlichen Wasserabflus- ses Fische in den Abflussgraben, den sogenannten Saugraben, gelangt sind, lässt sich im Nachhinein nicht nachweisen. Verschlammung verschärft die Situation. Neben dem niedrigen Wasserstand stellt auch die zu- nehmende Verschlammung des Gewässers ein lang- fristiges Problem dar. Durch Einschwemmungen aus den beiden Zulaufbereichen ist der Wasseraustausch zwischen den einzelnen Bereichen des Altwassers be- einträchtigt. Insbesondere der mittlere Bereich ist zwi- schen dem oberen und unteren Bereich aufgrund der Ablagerungen nicht mehr durchgängig. Des Weiteren trägt das eingebrachte Erdreich, das beim Bau von Bi- berröhren usw. entsteht, vehement zur Verschlam- mung bei. Damit zeigt sich deutlich: Der Reibersdorfer See steht vor mehreren miteinander verbundenen He- rausforderungen. Der derzeitige Wassermangel ist in erster Linie eine Folge der Niedrigwasserphase. Die eingeschränkte Wasserzufuhr und die zunehmende Verschlammung erschweren zusätzlich die natürliche Regeneration des Gewässers. 23
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