Fischerzeitung

Alarm an der Donau Um sich wie ein Fisch imWasser fühlen zu können braucht es Wasser. Das fehlt in einer der neu renaturierten Flächen an der Donau bei Pillmoos. Fischerei-Auseher hatten am Montag- abend die Untere Naturschutzbehörde der Stadt informiert, dass einMassenfischsterben droht. Beim angelegten Laichplatz für die Donaufische war der Wasserstand im Altwasser bereits extrem niedrig. Ein Einsatz mit großem Aufwand für Freiwul- luge Feuerwehr und THW lief an und wird sich bis Mittwoch- abend fortsetzen. Bereits amMontagabend baute die Freiwillige Feuerwehr eine Pumpe und Schlauchleitungen auf, die fast bis Mitternacht be- trieben wurden und amDienstag ab 7 Uhr wieder in Betrieb ge- nommen wurde, erklärte Stadtbrandrat Stephan Bachl. Massenfischsterben drohte in der Donau Die Mehrzweckboote von Feuerwehr und THW brachten schweres Gerät an die Einsatzstelle Das THW wurde zeitgleich informiert und Ortsbeauftragter Stefan Bayer alamierte Spezialisten der Fachgruppen Wasser- gefahren sowie Logistik- und Führungsgruppen. THW-Einhei- ten aus Straubing, Bogen, Regensburg und Deggendorf halfen seit den Morgenstunden am Dienstag an der Donau zusam- men. Auf einem Ponton wurde die starke Pumpe des THW heran- gefahren. 12.000 Liter Wasser speist das THW pro Minute in den gefährdeten Fischlaichbereich vomHauptarm der Donau. Eingesetzt sind Tauchpumpen und eine Großpumpe, die mit großen Leitungen aus Metall viel Leistung bringt, erklärt Zug- führer Rainer Gebhard. Dadurch soll der Pegelstand erhöht werden. Die Feuerwehr spritzt mit einem stationären Wasser- werfer, Monitor genannt, auf die Wasserfläche, um zusätzlich Sauerstoff in das stillstehende Gewässer zu bringen. Der Logistikaufwand für die Fischrettung ist groß. Das Gebiet der Landzunge ist mit schweremGerät nicht erreichbar. Nur ein schmaler Trampelpfad führt auf das Gelände. Daherhaben so- wohl THW wie Freiwillige Feuerwehr Boote im Einsatz, die Pumpen undMaterial auf der Donau heranschaffen. Dafür wer- den als Stützpunkte und zumVerladen sowohl der Hafen Strau- bing-Sand wie das Gelände des 1. MWSC genutzt. Ein schweißtreibender Einsatz für alle bei Temperaturen um die 30 Grad. Gebard und Bayer freuen sich über die gute Zusammen- arbeit aller THW-Ortsgruppen und der Feuerwehr. Rund 20 eh- renamtliche THW-Helfer sind abwechselnd im Einsatz. Stadtbrandrat Bachl freut sich, dass sich das neue Mehrzweck- boot der Wehr, die Hedwig Dietl (wir berichteten), nach Per- sonensuche und Leichenrettung nun bei der Fischrettung erneut bewährt habe. “Das Boot ist Gold wert” Der Aufwand sei auch wichtig für den Naturschutz und um Folgeprobleme nach einem drohenden Massenfischsterben zu vermeiden. 118 Quelle: Straubinger Tagblatt

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