Großeinsatz für saubere Gewässer in Straubing und dem Landkreis

Am 24. März 2026 organisierte der Bezirksfischereiverein Straubing eine umfassende Gewässerreinigungsaktion an mehreren vereinseigenen und angepachteten Gewässern. Ziel der Maßnahme war es, im Rahmen der regelmäßigen Bewirtschaftungs- und Pflegemaßnahmen die Natur von achtlos und illegal entsorgtem Müll zu befreien.

Besonders betroffen war der Naherholungsweiher 11 und 14 in Parkstetten, auch bekannt als „Scheißheislweiher“. Dort bot sich den Helfern ein erschreckendes Bild: Eine große Menge unterschiedlichster Abfälle war rund um das Gewässer und im Wasser verteilt. Neben einzelnen Hinterlassenschaften von Fischern, Badegästen und Campern fanden sich vor allem zahlreiche illegal entsorgte Gegenstände. Darunter waren Altreifen, Einweggrills sowie größere, teils wertige Grillgeräte, die durch Witterung und Vegetation unbrauchbar geworden waren.

Auch aus dem Wasser selbst wurde eine Vielzahl an Müll geborgen. Mithilfe eines eingesetzten Bootes konnten unter anderem Glas- und Plastikflaschen, Kleidungsstücke, Müllsäcke sowie sogar Straßenleitpfosten und alte Verkehrsschilder entfernt werden. Zudem wurden ein altes Surfbrett und mehrere beschädigte Luftmatratzen entdeckt und entsorgt.

Insgesamt sammelten 27 freiwillige Helfer allein an diesem Gewässern rund 720 Kilogramm Müll. Die Entsorgung konnte nach Abstimmung mit den zuständigen Stellen kostenfrei über den ZAW Straubing erfolgen. Der 1. Vorsitzende Stefan Plendl sprach hierfür seinen ausdrücklichen Dank aus.

Besonders fragwürdig erscheint hierbei, wie sich seit der letzten Aktion „Sauber macht lustig!“ im März 2025, eine so große Menge an illegal entsorgten Müll anhäufen konnte.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem sogenannten Eisweiher hinter der Eishalle, der vom Fischereiverein bewirtschaftet und insbesondere von der Jugendgruppe gepflegt und gehegt wird. Trotz einer erst im vergangenen Herbst durchgeführten Sanierung und großflächigen Müllentsorgung zeigte sich auch hier erneut ein hohes Müllaufkommen. Über 60 Flaschen, darunter auch Pfandflaschen, sowie Dosen, Plastikabfälle und sogar gefüllte Hundekotbeutel mussten aufwendig geborgen werden. Die Stadtgärtnerei unterstützte die fachgerechte Entsorgung.

Insgesamt waren 83 Vereinsmitglieder – darunter 18 Jugendliche – rund fünf Stunden ehrenamtlich im Einsatz und reinigten vier Gewässerbereiche, darunter auch einen Teil des Donauufers im Stadtgebiet, von groben Verschmutzungen. Die Aktion stieß auch bei Spaziergängern, Sportlern und Naturfreunden vor Ort auf große Anerkennung.

Der Verein hat infolge der letzten Aktionen ein Fazit gezogen! Seit diesem Jahr gilt ein generelles Dosenverbot an den Gewässern des Bez. Fischereiverein Straubing, weshalb auf Mehrwegverpackung am Gewässer gesetzt wird.