Fischerzeitung

Gewässerverunreinigung ging glimpflich aus Am 11. März 2026 ereignete sich auf der Bundesstraße B20 auf Höhe Stallwang ein Verkehrsunfall mit einem Sattelzug. Aus bislang unbekannten Gründen kam das Fahrzeug von der Fahrbahn ab und rutschte in den Straßengraben. Durch das Abrutschen in die Böschung wurde einer der beiden Dieseltanks des Sattelzuges beschädigt. Sattelzüge verfügen üblicherweise über zwei Tanks mit jeweils etwa 200 Litern Fassungsvermögen, sodass insgesamt bis zu 400 Liter Diesel mitgeführt werden. Aus dem beschädigten Tank konnte eine bislang unbekannte Menge an Diesel austreten. Aufgrund des starken Regens gelangte der ausgelaufene Kraftstoff über den Straßengraben in einen Sickerschacht der B20 und schließlich in die Kinsach, unser staatliches Pachtgewässer „Stall- wanger Wasser“. Dort breitete sich rasch ein deutlicher Ölfilm über die Wasseroberfläche aus. Die Feuerwehr Stallwang sowie umliegende Feuerwehren, das Wasserwirtschaftsamt DEG, die Polizei- inspektion Bogen und der Fischereiverein Straubing wurden umgehend informiert und leiteten so- fort erste Maßnahmen ein. Insgesamt wurden fünf Ölsperren im Gewässer errichtet - bis unterhalb von Rattiszell und weiter flussabwärts bis kurz vor die Gemeinde Ascha. Der erste Vorsitzende des Vereins verschaffte sich persönlich ein Bild von der Situation vor Ort. Nach Rücksprache mit dem Wasserwirtschaftsamt stellte sich jedoch schnell heraus, dass aufgrund des hohen Wasserstandes und hohen Fließgeschwindigkeit der Diesel sich nicht im Gewässer ablagern konnte und somit keine nachhaltige Gewässerverunreinigung entstanden ist. Ein Fischsterben oder das Absterben von Bio- indikatoren im Gewässer konnte glücklicherweise nicht festgestellt werden. Ein Großteil des aus- gelaufenen Diesels konnte durch die Feuerwehr mittels Ölsperren und Bindemitteln aufgenommen werden, sodass kein fischereilicher Schaden entstand. Dennoch war es ein trauriger Anblick, wie sich der Ölfilm zeitweise über die gesamte Gewässerbreite der Kinsach ausbreitete. Die Polizei- inspektion Bogen leitete gegen den Unfallverursacher ein Ermittlungsverfahren wegen Gewässer- verunreinigung ein. Nach weiterer Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt Deggendorf entstand dem Fischereiverein letztlich kein Schaden, sodass der Vorfall trotz der anfänglichen Sorge glimpflich ausging. In den darauffolgenden Tagen beobachteten die Gewässerwarte weiterhin die Kinsach. Dabei konnten weder Ölfilme noch Dieselgeruch festgestellt werden. Gerade in solchen Situationen zeigt sich, wie wichtig eine kontinuierliche und professionelle Gewässerbewirtschaftung ist. Ein besonderer Dank gilt den fleißigen Einsatzkräften, den Gewässerwarten sowie dem ersten Vorsitzenden für ihr großes Engagement und ihre Einsatzbereitschaft – oft rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche –, wenn es um den Schutz unserer Gewässer geht. Info! Die Fischerei ist wieder uneingeschränkt möglich! 11. März 2026 - Dieselunfall bei Stallwang 85

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