Fischerzeitung
Frischzellenkur für den Eisweiher Stadtgärtnerei und Bezirksfischereiverein befreien den Eisweiher von Müll und Schlamm und sorgen dafür, dass sich Menschen, Tiere und Pflanzen bald wieder wohlfühlen werden. Das beliebte Naherholungsgebiet rund um den Eisweiher am Laga Gelände hinter dem Eisstadion ist seit Donnerstag fest in den Händen von Stadtgärtnern, Fischern und Baggerfahrern. Alle zehn Jahre sind umfangreiche Erhaltungsmaßnahmen nötig, um den Weiher von Schlamm und Müll zu befreien und den Fischen im Wasser dadurch das Überleben zu sichern. Oberbürgermeister Markus Pannermayr informierte sich am Dienstagvormittag bei Vertretern von Stadtgärtnerei und Be- zirksfischereiverein über den Stand der Arbeiten. Tobias Schindler von der Abteilung Grün- und Freiflächen des Tief- bauamts ist als Projektleiter für die Koordinierung der Arbeiten zuständig. Er berichtete von der bisher erfolgten Abfischung durch die Mitglieder des Bezirksfischereivereins und der Besei- tigung von Müll durch die Fischerjugend. Die Ufer seien in manchen Bereichen unterspült und von Fischen, Enten, Biber oder Bisamratten ausgehöhlt worden. In anderen Bereichen habe sich die Uferlinie im Lauf der Zeit deutlich verlagert und werde nun wieder hergestellt. Rund 1.000 Kubikmeter Schlamm werden entfernt In den nächsten Tagen werde versucht, mit Langarmbaggern eine möglichst große Menge Schlamm aus dem Eisweiher zu holen, berichtete Schindler. Der Schlamm entsteht in erster Linie aus den Blättern der Bäume, die im Lauf der Jahre ins Wasser fallen. Es werde versucht, die ursprünglicheWassertiefe wieder herzustellen. Der Schlammwerde auf den Grünflächen rund um den Eisweiher zwischengelagert, damit er dort mög- lichst viel Wasser verliert. ZumTeil werde der Schlamm ebenso wie Binsen und Röhricht bei der Gestaltung der neuen Ufer wieder eingebaut. Stadtgärtner Jörg Bär berichtete, dass der Eis- weiher bisher zweimal entschlammt worden sei. Je länger man abwarte, desto aufwändiger würden die Maßnahmen. Bär plä- dierte an die Bürger, weder Fische noch Enten zu füttern, weil die Tiere in der Natur genug Nahrung finden. Beim Abfischen wurden in erster Linie Giebel, Karpfen, Hechte und ein Koi- karpfen schonend eingefangen, berichtete Stefan Plendl, Vor- sitzender des Bezirksfischereivereins. Ein Karpfen sei über einen Meter lang und vermutlich 20 Jahre alt gewesen. Ins- gesamt wurden eineinhalb Tonnen Fische aus demWasser ge- holt. Wenn nach Abschluss der Baumaßnahmen wieder Fische eingesetzt werden, sei der Eisweiher nächstes Jahr wieder vol- ler Leben. Naherholungsgebiet für die nächsten Jahre erhalten Oberbürgermeister Markus Pannermayr bedankte sich bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit, die dem Erhalt eines wichtigen und stark besuchten Naherholungsgebiets diene. Die Müllberge, die aus dem Weiher geborgen wurden, seien sehr bedauerlich. Wenn jeder seinen kleinen Beitrag leis- ten würde, könnte vieles einfacher sein. Tiefbauamtsleiterin Cristina Pop rechnet mit Kosten in Höhe von rund 80.000 Euro, die imHaushalt aber eingeplant gewesen seien. Die Arbeiten, die mit dem Umweltamt und der Fluss- meisterstelle des Wasserwirtschaftsamts abgestimmt wurden, werden noch einige Wochen dauern. Im westlichen Teil des Parkgeländes seien dazu Sperrungen nötig und die Begehbar- keit der Wege sei in dieser Zeit eingeschränkt. 70 Quelle: Straubinger Tagblatt
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