Fischerzeitung

Obere Teisnach Trotzdem werden durch die Angler immer noch jähr- lich adulte Bachforellen gefangen. Durch erhöhten und auf zeitlich aufgeteilten Besatz in fangfähiger Größe wird das Gewässer attraktiv gehalten. Eine "gmahde Wiesn" ist die Teisnach aber nicht mehr, den Erfolg muss man sich erarbeiten. Es ist eigentlich klar, dass der überhöhte Otterbestand jaglich reguliert wer- den muss, aber die Gerichte haben in Bayern bisher alle Abschusserlaubnisse einkassiert mit der Begrün- dung, dass es keine Bestandszahlen gibt. Der BFV Straubing hat mit der Teilnahme am Ottermonitoring des Landesamtes für Umwelt seinen Teil geleistet, dass sich das ändert. Hoffen wir, dass damit bald der Weg frei ist für eine begrenzte Zahl von Otter-Ab- schüssen.  Um 2003 wurden im Bayerischen Wald überall Fisch- otter festgestellt und die Forellenbestände brachen stark ein. Durch das flächige Auftreten des Otters in kurzer Zeit steht bis heute der Verdacht von illegalen Auswilderungen im Raum. Trotzdem konnten in der Teisnach noch vor zehn Jahren häufig die jetzt erlaub- ten vier Forellen gefangen werden und die wild im Bach herangewachsenen Fische hatten noch einen we- sentlichen Anteil daran. Durch die weitere Zunahme des Otters muss man heute froh sein, ein oder zwei fangfähige Besatzforellen zu erbeuten. Der Fang einer wild im Bach aufgewachsenen Forelle in fangfähiger Größe ist zur Ausnahme geworden. Es laichen aber of- fensichtlich noch viele Fische um die 20 cm ab und so gibt es im Gegensatz zu Kinsach und Menach noch einen guten Bestand an jungen Bachforellen. Es kommt vor, an einem Angeltag einige Dutzend Bach- forellen bis 22 cm zu beobachten aber keine Maßige an den Haken zu bringen. 17

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